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Der Begriff Kaschmirziege bezeichnet keine spezielle Rasse, sondern einen Phänotyp der Hausziege mit etwa 20 verschiedenen Untertypen, welche alle eine lange feine Unterwolle besitzen. Die Kaschmirziegen stammen ursprünglich aus dem zentralasiatischen Hochland. Heute findet man sie auf allen Kontinenten. Am zahlreichsten sind sie immer noch in Zentralasien. Australien hat grössere Bestände. In den USA, Afrika und Europa sind es meistens nur kleinere Herden. 

 

Kaschmirziegen werden wegen der Unterwolle gehalten. Sehr gute Ziegen produzieren Unterwolle zwischen 12 – 15µ und einer durchschnittlichen Länge von 3.8cm oder mehr. Der internationale Standard für Kaschmir erlaubt einen Durchmesser der Ziegenhaare bis zu 18.5µ. Die Ziegen liefern zwischen 200g und 400g Rohwolle. Davon  bleiben je nach Qualität der Wolle zwischen 100g bis 250 g übrig. 

 

Die Unterwolle wird ausgekämmt. Nur in wenigen Ländern werden die Tiere teilweise auch geschoren. Dies führt zu einem grösseren Verlust von wertvollem Kaschmir. 

 

Ziegen produzieren im Gegensatz zu den Schafen kein Wollwachs (Lanolin). Vielleicht mögen sie es deshalb gerne trocken und meiden die Nässe. 

  

Sedelberg ©2011, Michèle Krapf